Der Kontrolldienst der BVO

Die OLK (nun BVO) ist seit dem 1. August 2016 gemäss der europäischen Norm ISO/IEC 17020: 2012 unter der Nummer SIS 0182 einzeln akkreditiert.
Die OLK (nun BVO) ist seit dem 1. August 2016 gemäss der europäischen Norm ISO/IEC 17020: 2012 unter der Nummer SIS 0182 einzeln akkreditiert.

Beim Kontrolldienst der BVO sind fünf Amtliche Fachassistenten und zwei Kontrolleure Landwirtschaft tätig. 
Die Gründung der Oberwalliser Landwirtschaftskammer (OLK), welche aus dem Zusammenschluss des Oberwalliser Bauernverbandes und der IP Vereinigung Oberwallis entstand, erfolgte im Jahr 2000. An der Generalversammlung 2018 wurde sie in Bauernvereinigung Oberwallis umbenannt. Seit 2000 führt die OLK bzw. BVO die Kontrollen für den Ökologischen Leistungsnachweis (früher Integrierte Produktion / IP) sowie für die zusätzlichen Programme des Bundes für das Tierwohl und die Ressourceneffizienz im Rahmen der Direktzahlungsverordnung durch. Von 2004 bis 2016 war die OLK gemäss der europäischen Norm ISO/IEC 17020 (2012) gemeinsam mit den Westschweizer Kontrollstellen akkreditiert. 
Seit dem 1. August ist die OLK (nun BVO) einzeln als Inspektionsstelle Typ C unter der Nummer SIS 0182 akkreditiert.

 

Geltungsbereich der Akkreditierung

Die Bauerrn Verinigung Oberwallis (BVO) ist als Inspektionsstelle SIS 0182 (Typ C) für landwirtschaftliche Produktions- und Anbauformen sowie Tierhaltungsbedingungen gemäss der Internationalen Norm ISO/IEC 17020: 2012 akkreditiert. 

Geltungsbereich der Akkreditierung seit 1. August 2016: Landwirtschaftliche Betriebe.

  • Ökologischer Leistungsnachweis nach Direktzahlungsverordnung.
  • Bodenschutz
  • Strukturdatenerhebung und Biodiversitätsförderflächen (BFF 1, mindestens 7%)
  • Tierschutz, amtliche Kontrollen gemäss Tierschutzverordnung.
  • Tierwohl, Rechtsgrundlage für Tierwohlbeiträge BTS und RAUS.
  • Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion, Rechtsgrundlage für GMF-Beiträge.
  • Biodiversität, Rechstgrundlage für Biodiversitätsbeiträge.
  • Pflanzliche Primärproduktion gemäss Kontrollhandbuch Hygiene in der pflanzlichen Primärproduktion.
  • Tierische Primärproduktion: Nutztierhaltung ohne Fischzuchten und Bienenhaltungen sowie Hygiene in der tierischen Primärproduktion.
  • Tiergesundheit und Tierverkehr.
  • Tierarzneimittel.
  • Private Labels: IP-Suisse und QM Schweizer Fleisch 

Im Auftrag der Interkantonalen Zertifizierungsstelle (OIC) führt der Kontrolldienst der BVO auch die Kontrollen für die Berg und Alpprodukte sowie für die AOP Produke Safran, Roggen und Walliser Raclette durch, jedoch ausserhalb des akkreditierten Feldes.



  

Ziele des Kontrolldienstes BVO

  • Sicherstellen der Kontrollen auf Landwirtschafts- und Viehzuchtbetrieben im Einklang mit öffentlich- und privatrechtlichen Vorschriften.
  • Koordinieren der Kontrollen gemäss der Kontrollkoordinationsverordnung des Bundes. Dazu werden die Tierkontrollen im Winter zusammengelegt. Ebenfalls wird die Sommerkontrolle mit der Kontrolle der Biodiversitätsflächen und der Strukturerhebungsdaten-Kontrolle zusammengelegt. Die Kontrolle dauert damit länger als bisher gewohnt. Dafür wird ein Betrieb ohne Mangel in der Regel im Zeitraum von vier Jahren nur noch einmal im Winter und einmal im Sommer kontrolliert.   
  • Harmonisierte Prozesse und ausgewogene Kontrollen für die Landwirtschaftsbetriebe im Oberwallis garantieren. 
  • Soweit möglich werden auch die Label-Kontrollen mit den öffentlich-rechtlichen Kontrollen koordiniert.
  • Enge Zusammenarbeit der fOCAA, Verband für die Organisation der Kontrollen Landwirtschaft und Lebensmittel, bestehend aus den Westschweizer Kanton Jura, Neuchâtel, Waadt, Genf, Wallis.

Kontrollkosten

  • Pro Betrieb Fr. 70.- Grundpauschale und Fr. 6.- pro ha LN für den Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) als Grundlage für die Direktzahlungen
  • Kosten für Zusatzprogramme (Fr. 30.00 für RAUS, BTS, GMF) und Labels (Fr. 30.- für IP Suisse und QM Schweizerfleisch).