Romantik pur an der 62. Bäuerinnentagung in Naters

Rote Rosen bei der Saaldekoration, rote Rosen bei der Tischdekoration, rote Rosen auf den Servietten. Dazu eine Fülle von herrlichen Motiven, die von Helen Zbinden zu Kerzen verarbeitet wurden. So präsentierte sich der Saal der Bäuerinnentagung am Donnerstag, 1. März 2018 und strahlte damit Liebe und Wärme aus. Eine wohltuende Athmosphäre für die über 150 Bäuerinnen und Landfrauen, deren Alltag nicht selten höchste Ansprüche stellt.

Was gbit es Schöneres, als eine Kerze, die den Abend erhellt und den Raum wärmt. Die "Zbindschen Kunstkerzen" sind allerdings so schön, dass man sie kaum verbrennen mag.
Was gbit es Schöneres, als eine Kerze, die den Abend erhellt und den Raum wärmt. Die "Zbindschen Kunstkerzen" sind allerdings so schön, dass man sie kaum verbrennen mag.
Rita Brantschen (links) aus St. Niklaus sorgt für eine ausgeglichene Rechnung und noch lieber für eine prall gefüllte Kassa. Evi Zeiter aus Fiesch verfasst die Protokolle, verschickt die Einladungen, ist somit also für das Sekretariatswesen zuständig.
Rita Brantschen (links) aus St. Niklaus sorgt für eine ausgeglichene Rechnung und noch lieber für eine prall gefüllte Kassa. Evi Zeiter aus Fiesch verfasst die Protokolle, verschickt die Einladungen, ist somit also für das Sekretariatswesen zuständig.
Co-Präsidentin Pia Eggel beim Jahresbericht 2017 in gewohnt kurzer Manier, aber mit Herz verfasst.
Co-Präsidentin Pia Eggel beim Jahresbericht 2017 in gewohnt kurzer Manier, aber mit Herz verfasst.

Von innen verändert
Bist du müde und lustlos? Hast du dich erdrücken lassen, von deinen vielen Sorgen und Schwierigkeiten? Mach jeden Abend deinen Kopf leer, wo und wie du dein Tagespensum zu Ende bringen musst. Wirf alle schwarzen Gedanken hinaus, alle Bitterkeit, und bitte Gott, dass er dich über Nacht in der Stille und von innen her verändert, dass er dich mit neuer Energie erfüllt, mit Lebensmut. Du wirst überrascht sein, wie du sehr bald wieder morgens aufwachen wirst als ein neuer Mensch. Pia Eggel liess das vergangene Jahr und die interessanten Begegnungen darin noch einmal aufleben. Ganz besonders den Mitgliederausflug ans Unspunnenfest nach Interlaken, wo die Schweizer Bäuerinnen und Landfrauen später auch zur "Üftischeta" baten. Vorstandsmitglied Karin Ritler gehörte dabei zur Küchenfrauschaft.
Mit grossem Bedauern müsste die Bäuerinnenvereinigung im Dezember die Demission ihres geistlichen Beraters, Bauernseelsorger Robert Imseng zur Kenntnis nehmen. Dessen jahrelange Dienste für die Bäuerinnenvereinigung wurden herzlich verdankt, bevor der Jahresbericht der Co-Präsidentinnen mit einem guten Wunsch sein Ende fand:
Kopf hoch: Wenn es dir schlecht geht, versuche mal an die Menschen zu denken, denen es jetzt sogar noch schlechtert geht. Schau in den Spiegel und schenke Dir selbst ein Lächeln!

Wirbelwind und Co-Präsidentin Madeleine Schmidli für einmal ganz ruhig am Sitzen. Karin Ritler (rechts) präsentierte den Bäuerinnen ein umfangreiches und kreatives Jahresprogramm (Siehe Kurse und Anlässe auf der Seite der Bäuerinnen)
Wirbelwind und Co-Präsidentin Madeleine Schmidli für einmal ganz ruhig am Sitzen. Karin Ritler (rechts) präsentierte den Bäuerinnen ein umfangreiches und kreatives Jahresprogramm (Siehe Kurse und Anlässe auf der Seite der Bäuerinnen)
Elisabeth Kurth vom Schweizerischen Bäuerinnen und Landfrauenverband überbrachte die Grüsse und Neuigkeiten des Dachverbands.
Elisabeth Kurth vom Schweizerischen Bäuerinnen und Landfrauenverband überbrachte die Grüsse und Neuigkeiten des Dachverbands.

Elisabeth Kurth freute sich an der Wahl der SBLV-Präsidenten Christine Bühler zum AgroStar 2018. Christine Bühler hat den Titel wahrlich redlich verdient. Sie bringt viel Energie und Zeit auf, um den Status und die Rechte der Bäuerinnen mit unaufdringlicher Beharrlichkeit in der bäuerlichen Männerwelt und in der gesamten Gesellschaft zu verteidigen und umzusetzen.
Ein grosses Verdienst kommt dem SBLV im Bereich der Bildung der Bäuerinnen zu. Auch wenn wegen der Subjektfinanzierung des Bundes mit steigenden Modulpreisen zu rechnen ist, die Ausbildung lohnt sich allemal. Immer mehr werden Bäuerinnen in Ämter berufen, in Organisationen, auf Gemeinde- und Kantonsebene. Deshalb bietet der SBLV am 1. und 21. März sowie am 25. September und 15. Oktober einen Zweitageskurs zum Theme "Kompetent engagiert - Schulung in Kommunikation" durch.
Der SBLV steht auch in politischen Stellungnahmen immer an vorderster Front und kämpft für die Rechte der Bäuerinnen und Landfrauen, für soziale Gerechtigkeit und für gute Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft.
Elisabeth Kurth verweist auf die Hilfsplattform, welche für alle Regionen in der Schweiz aufgezogen wurde. Hier sind Vertrauenspersonen aus allen Landesteilen aufgeführt, welche mit Rat in schwierigen Situationen beistehen und Auswege finden lassen.
Die Webseite des SBLV bietet eine Fülle von Informationen für den Alltag und den Feiertag.

Heidi Hofer: Für mich soll's rote Rosen regnen.
Heidi Hofer: Für mich soll's rote Rosen regnen.

Die Stimme von Hildegard Knef und der auf Leinwand projezierte Text des berühmten Liedes Für mich soll's rote Rosen regnen stimmten auf das Thema des Tages ein. Wer sich die Mühe nimmt den Songtext (mit einem Klick auf den Songtiel) in aller Ruhe durchzulesen, merkt schnell, dass es sich um mehr handelt, als ein Klangerlebnis. Wer will den nicht, dass ihm sämtliche Wunder begegnen und dass die Welt die Sorgen für sich behält. Wer will denn nicht, dass das Glück sich sanft verhält und mein Schicksal mit Liebe verwaltet.
Die 1944 geborene Heidi Hofer sagt von sich: Ich wurde in eine Zeit geboren, die alles besser werden liess. Kriege nahmen ein Ende, die Armut begann zu schwinden, die technische Entwicklung kam mit Riesenschritten. Die Menschheit konnte ihre Neugier ausleben und sich damit zur selbständigen Wohlstandsgesellschaft entwickeln. Sie sagt aber auch: Heute ist das nicht mehr so, viele Kriege wüten auf der Welt, die Menschheit steuert auf überbordende Missgunst und Missachten des Lebens zu. Dem Fortschritt sind Grenzen gesetzt. Sie scheinen nun erreicht zu sein.
Mit einfachen Methoden ermunterte sie die Zuhörerinnen, den roten Faden in ihrem Leben zu finden. Sich zu erinnern, was gewesen ist, damit das Jetzt zu gestalten und sich auf die Zukunft einzustellen. Sich erinnern und vom Erlebten zu erzählen, kann heilsam sein. Ganz besonders, um der Vereinsamung zu begegnen. Aus dem eigenen Leben zu erzählen oder den Erzählungen des Gegenüber zu lauschen, bringt die Leute wieder näher. All dies verpackt sie unter dem Begriff "Biografiearbeit leisten".
Heidi Hofer ermuntert die Zuhörerinnen alles aufzuschreiben, was man noch weiss und damit ein Zeitdokument für die Nachkommen zu schaffen. Alte Fotos, Lieder, Adressen und spezielle Gegenstände in einer Schatztruhe aufzubewahren, auch wenn die eigenen Kinder kein sehr grosses Interesse daran zeigen. Eines Tages kommt ein Enkel oder eine Urenkelin, die diesen Schatz in sich aufsaugen und für ihre Nachkommen hüten wird.